Parascha Inspiration – Schabbat Chanukah

Der Maftir-Teil dieser Wochenlesung (Maftir ist der letzte zur Torah-Lesung Gerufene am Schabbat, er liest den letzten Abschnitt der Torah-Lesung und die Haftara, den Abschnitt aus den Propheten) steht im 4.Mose Kapitel 7. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Weihung des Mischkan, der Stiftshütte. Die Haftara-Lesung des Schabbat Chanukah ist aus Sacharja 2 und handelt von Sacharjas Vision der Weihung von Esras Tempel. Chanukah ist selbstverständlich das Gedenken an die Weihung des 2. Tempels nach der Entweihung durch die Seleukiden, eines der damaligen griechischen Reiche. Das Thema ist ganz klar, die Weihung des Tempels.

Alle drei Weihungen waren Zeiten begeisterter Freude. Diese Weihungen bedeuteten, dass es Israel möglich wurde, HaSchem so anzubeten, wie HaSchem uns dies geboten hat, durch Ihm dargebrachte Opfergaben und Opferungen. Diese Weihungen bedeuteten, dass Israel die Torah genauer befolgen konnte. Ohne diese Weihungen befindet Israel sich im Exil. Auch die Weisen Galiläas, welche den Midrasch Rabba (Auslegungen religiöser Texte im Judentum) und den Jerusalemer Talmud herausgaben waren sich einig, dass sich Israel solange der Tempel nicht wieder aufgebaut sein wird, im Exil befindet.

Während des fröhlichen Festes von Chanukah feiern wir also die Weihungen der Vergangenheit, doch da ist noch mehr darin enthalten. Es wird noch eine Weihung geben. Der Tempel HaSchems wird wiederaufgebaut werden. Jeschua der Messias wird kommen. Es kann darüber diskutiert werden, ob der Tempel gebaut sein wird, bevor Jeschua wiederkommt oder ob er unter seiner Aufsicht aufgebaut werden wird. Doch das spielt keine Rolle. So oder so, Jeschua wird wiederkommen und die Weihung eines ganz neuen Tempels wird gefeiert werden.

So lasst uns während dieses Chanukah-Festes nicht nur der vergangenen Weihungen gedenken, sondern lasst uns uns freuen auf die großartige Weihung, die noch bevorsteht. Jeschua wird von Seinem Thron im Tempel HaSchems aus über die ganze Welt herrschen. Möge es bald geschehen, in unseren Tagen.

Schabbat Schalom.

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Rabbi Steven Bernstein

Steve was born on Lag B’Omer in Ann Arbor, MI but was raised in Gainesville, FL. The son of two University of Florida professors, he excelled in the sciences in school. In addition to his normal academic studies, he pursued his Jewish education studying with many Rabbis and professors of Judaic Studies from the University including visiting Rabbis such as Abraham Joshua Heschel and Shlomo Carlebach.