Paraschah Inspiration – Terumah

וְנָֽתַתָּ֖ אֶל־הָֽאָרֹ֑ן אֵ֚ת הָֽעֵדֻ֔ת אֲשֶׁ֥ר אֶתֵּ֖ן אֵלֶֽיךָ: וְעָשִׂ֥יתָ כַפֹּ֖רֶת זָהָ֣ב טָה֑וֹר אַמָּתַ֤יִם וָחֵ֨צִי֙ אָרְכָּ֔הּ וְאַמָּ֥ה וָחֵ֖צִי רָחְבָּֽהּ:וְעָשִׂ֛יתָ שְׁנַ֥יִם כְּרֻבִ֖ים זָהָ֑ב מִקְשָׁה֙ תַּֽעֲשֶׂ֣ה אֹתָ֔ם מִשְּׁנֵ֖י קְצ֥וֹת הַכַּפֹּֽרֶת: וַֽ֠עֲשֵׂ֠ה כְּר֨וּב אֶחָ֤ד מִקָּצָה֙ מִזֶּ֔ה וּכְרוּב־אֶחָ֥ד מִקָּצָ֖ה מִזֶּ֑ה מִן־הַכַּפֹּ֛רֶת תַּֽעֲשׂ֥וּ אֶת־הַכְּרֻבִ֖ים עַל־שְׁנֵ֥י קְצוֹתָֽיו: וְהָי֣וּ הַכְּרֻבִים֩ פֹּֽרְשֵׂ֨י כְנָפַ֜יִם לְמַ֗עְלָה סֹֽכְכִ֤ים בְּכַנְפֵיהֶם֙ עַל־הַכַּפֹּ֔רֶת וּפְנֵיהֶ֖ם אִ֣ישׁ אֶל־אָחִ֑יו אֶ֨ל־הַכַּפֹּ֔רֶת יִֽהְי֖וּ פְּנֵ֥י הַכְּרֻבִֽים: וְנָֽתַתָּ֧ אֶת־הַכַּפֹּ֛רֶת עַל־הָֽאָרֹ֖ן מִלְמָ֑עְלָה וְאֶל־הָ֣אָרֹ֔ן תִּתֵּן֙ אֶת־הָ֣עֵדֻ֔ת אֲשֶׁ֥ר אֶתֵּ֖ן אֵלֶֽיךָ:

Und du sollst das Zeugnis, das ich dir geben werde, in die Bundeslade legen. Und du sollst eine Abdeckung für die Bundeslade aus reinem Gold herstellen; zweieinhalb Ellen sei ihre Länge und anderthalb Ellen ihre Breite. Und mache zwei goldene Cherubim, den einen auf dem einen Ende der Abdeckung und den anderen auf dem gegenüberliegenden Ende.  Aus einem Stück mit der Abdeckung sollst du die Cherubim machen, an ihren beiden Enden. Und die Cherubim sollen die Flügel nach oben ausbreiten, die Abdeckung mit ihren Flügeln überdeckend, die Gesichter einander zugewandt; der Abdeckung sollen die Gesichter der Cherubim zugewandt sein. Lege die Abdeckung von oben auf die Lade, und in die Lade sollst du das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.

2.Mose 25,16-21

Die Torahlesung dieser Woche enthält ziemlich detaillierte Anweisungen zum Bau des Mischkan (Stiftshütte). Es wird genau beschrieben, wie die Bundeslade konstruiert werden soll und mit welchen Materialien und Verfahren dies geschehen soll. HaSchem gebietet uns auch viele Details der Kunstwerke auf der Bundeslade, im Allerheiligsten und auch im Mischkan selber. Diese Anweisungen sind zwar nicht allumfassend, aber die Detailgenauigkeit ist beeindruckend.

Heutzutage hört man oft den Satz: „G-tt ist kein G-tt der Religion“. Doch aus dieser Wochenlesung geht hervor, dass HaSchem sehr an Details interessiert ist. Wenn HaSchem nicht an Religion interessiert ist, warum sind dann all diese Einzelheiten in der Torah als Anweisungen aufgeführt, und wir sind angewiesen, sie zu befolgen? Möge uns diese Frage aufrütteln und mögen wir über die Antwort darauf nachdenken! 

Die Antwort ist in der Schrift zu finden, und zwar nicht nur in dieser Wochenlesung, sondern in weiten Teilen der Torah. HaSchem ist an Religion interessiert. Er interessiert sich für Einzelheiten. HaSchem sagt uns ausdrücklich, dass wir Dinge auf eine bestimmte Weise tun sollen. Das ist die eigentliche Definition von Religion: Dinge zu tun, die HaSchem uns aufgetragen hat zu tun, und zwar auf die Art und Weise, die er uns aufträgt. Wenn wir uns dafür entscheiden, nicht so zu handeln, wie HaSchem uns anweist, dann wird das, was wir tun, als ungültig (passul) betrachtet. Wenn wir uns dafür entscheiden, nicht zu beachten, was HaSchem uns vorschreibt, brüskieren wir den Gott Israels. Wir sagen damit, HaSchem sei nicht wichtig genug, um die Details seiner Anweisungen zu beachten. Genau das ist gemeint mit dem Gebot der Dibraja (bei uns ‚Die zehn Gebote‘ genannt) gemeint, den Namen HaSchems nicht zu missbrauchen. Wenn wir uns nicht ernsthaft bemühen zu tun, was HaSchem uns aufgetragen hat zu tun, und zwar auf die Art und Weise, die er uns aufgetragen hat, lieben wir dann HaSchem mit unserem ganzen Herzen, unserer ganzen Seele und unserer ganzen Kraft? Wir müssen HaSchem nicht nur von ganzem Herzen lieben, d.h. mit der richtigen Absicht und Einstellung, sondern wir müssen HaSchem mit all unserer Kraft lieben, was bedeutet, der Religion HaSchems zu folgen und das zu tun, was er uns gesagt hat, auf die Art und Weise, wie er uns gesagt hat, es zu tun.

Schabbat Schalom.

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Rabbi Steven Bernstein

Steve was born on Lag B’Omer in Ann Arbor, MI but was raised in Gainesville, FL. The son of two University of Florida professors, he excelled in the sciences in school. In addition to his normal academic studies, he pursued his Jewish education studying with many Rabbis and professors of Judaic Studies from the University including visiting Rabbis such as Abraham Joshua Heschel and Shlomo Carlebach.